51. Rheinfelder
Trottoirfest 24.08. - 26.08.2018

Geschichte

Initiator des Trottoirfestes, das 1968 erstmals durchgeführt wurde, war der Kraftsportverein Rheinfelden. Hintergrund war, dass dem KSV dringende Finanzmittel für den Erwerb einer Ringermatte fehlten.

Dieser Leitgedanke "Hilfe zur Selbsthilfe" ist bis zum heutigen Tage das Leitmotiv der Organisatoren und der Vereine.

Unter der damaligen Leitung von Franz Zachacker wurde innerhalb von nur 14 Tagen mit 18 weiteren Vereinen das Fest auf die Beine gestellt. Per Zufall traf Franz in jenen Tagen Frau Klara Spang die ihm in seiner Not nach einer Namensgebung für den Anlass, den einfachen wie einschlagenden Tipp gab: Nenn es doch einfach Trottoirfest.

Die "Feststraße" befand sich zweimal in der Kronenstraße und musste dann, auf Grund der steigenden Teilnehmerzahl und einem daraus resultierenden Platzmangel, in die Alte Landstraße verlegt werden.

Berühmt und im Gedächtnis eines jeden Rheinfelders der damals dabei sein konnte, waren die Auftritte von Heinz Schenk und Billy Mo.

Es war dann auch Franz Zachacker, der in Absprache mit dem Schirmherrn Bürgermeister King und mit tatkräftiger Unterstützung der Sparkasse, die übrigens bis zum heutigen Tag anhält, dazu beitrug, dass das Trottoirfest über die Raumschaft Rheinfelden hinaus bekannt wurde.

Der Sonntag-Morgen-Empfang in den Räumen der Sparkasse, der erstmals 1969 durchgeführt wurde, hatte dazu beigetragen, dass "Prominenz" aus Nah und Fern sich ein Stelldichein gaben und geben.

Im Jahre 1971 wurde der Rheinfelder – Trottoirfest Verein e. V. gegründet der künftig als Dachorganisation aller am Fest Beteiligten fungiert. Zum 1. Vorsitzenden wurde der Gründer des Festes Franz Zachacker gewählt, der dieses Amt viele Jahre inne hatte.

Sein Nachfolger Herbert Schröpfer veränderte, in der Zeit in welcher er für das Trottoirfest wirken konnte, einige Strukturen der Budenstadt. Die Feststraße wurde verlängert und 3 Musikpodien boten viel Platz für Musikalisches.

Seit 1993 werden die Geschicke des Festes von Gustav Fischer und einem Vorstandteam von 9 Personen geleitet. Im Laufe der Jahre nahmen viele Vereine die sich kulturell, sozial und sportlich in Rheinfelden betätigen an diesem Fest teil.

Nach wie vor wird kein gewerblicher Budenbetreiber von Außen zugelassen, das Fest soll den örtlichen Vereinen vorbehalten bleiben.

Und bis heute sind noch 4 Gründungsvereine von Anfang an dabei. D’Latschari, D’Maximale, Narrenzunft und natürlich der KSV.

Andere Vereine fanden andere Einnahmequellen oder haben wie viele Vereine auch mit strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen die ihnen eine weitere Teilnahme unmöglich machen.

So ist dieses Fest auch zu einem Gradmesser dafür geworden wie der einzelne Verein innerlich "aufgestellt" ist.

Allen aber ist gemein:

In der Zauberposse von Nestroy Lumpazi Vagabundus rufen sich die Freunde beim Abschied jenes berühmte "bis nächstes Jahr au revoir" zu und die Rheinfelder haben daraus "Bis nächstes Jahr uf em Trottoir" gemacht.